Wenn Einsatzkräfte in mehreren Organisationen mitwirken oder zugleich beruflich in der kritischen Infrastruktur gebraucht werden, stellt sich im Krisenfall die Frage: Wo stehen sie tatsächlich zur Verfügung? Das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz untersucht diese sogenannte Mehrfachverplanung mit einer landesweiten Online-Umfrage bis zum 31. Dezember 2026.
Mehrfachverplanung kann beispielsweise entstehen, wenn jemand in der Feuerwehr und einer weiteren Hilfsorganisation aktiv ist. Auch zwischen Ehrenamt und Beruf können sich Aufgaben überschneiden: Wer etwa in der Energieversorgung, im Gesundheitswesen oder in der Wasserversorgung arbeitet, wird im Katastrophen- oder Zivilschutzfall möglicherweise auch dort dringend benötigt.
Die Befragung soll zeigen, wie verbreitet solche Überschneidungen sind und welche Folgen sie für die Verfügbarkeit von Einsatzkräften haben können. Die Ergebnisse sollen helfen, möglichen Handlungsbedarf zu erkennen. Mehrere weitere Bundesländer führen die Befragung in gleicher Form durch, sodass künftig auch ein Vergleich über Ländergrenzen hinweg möglich ist.
Alle Einsatzkräfte sind angesprochen
Teilnehmen können alle haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Zivil- und Katastrophenschutz. Bei den Feuerwehren gilt dies ausdrücklich auch für Angehörige, die keiner Katastrophenschutzeinheit fest zugeordnet sind. Die Teilnahme ist freiwillig.
Der Kreisfeuerwehrverband Main-Taunus ruft insbesondere Einsatzkräfte ohne Führungsfunktion zur Teilnahme auf. In einem vorherigen Probelauf waren Führungskräfte deutlich überrepräsentiert. Damit die Ergebnisse den Alltag in den Einheiten möglichst gut abbilden, braucht es Erfahrungen aus allen Aufgabenbereichen und Funktionsebenen.
Die Informationen und Zugangsmöglichkeiten zur Teilnahme werden innerhalb der jeweiligen Organisationen und Einheiten weitergegeben. Bitte macht die Umfrage auch bei Euren Übungsdiensten und in Euren internen Kommunikationskanälen bekannt. Die Teilnahme ist bis zum 31. Dezember 2026 möglich.