Referat 07 – Jugendfeuerwehr

Der Referent

(Bild folgt)

Benedikt Peters
Kreisjugendfeuerwehrwart

 

Beschreibung

Siehe auch: Die Jugendfeuerwehren

Am liebsten würde ich meinen Jahresbericht beginnen mit: „Traditionell begann das Jahr mit dem Rodelausflug“, doch vor dem Rodelausflug stand auch in diesem Jahr wieder die Abgabe des tabellarischen Jahresberichts. Dieser erfolgt nun seit einigen Jahren über ZMS. Vom Prinzip her ist der Gedanke bestimmt nicht schlecht. Es soll ein einheitliches System zur Verwaltung und Erfassung der Feuerwehren in Hessen aufgebaut werden. Leider ist aber auch im zehnten Jahr des Programms für Ehren-amtliche die Auswertung der Daten immer wieder eine Herausforderung. Jeder spricht zwar von weniger Bürokratie, aber gerade die Erstellung des Jahresberichts über ZMS erfordert viel Geduld und immer die Hoffnung, dass nach einem Update die Daten noch vorhanden sind oder man die geforderten Daten überhaupt abfragen kann. Es ist uns trotzdem gelungen, die Daten zu erfassen und fehlerfrei auszu-werten.

160 Tage verbrachten die 35 Jugendfeuerwehren auf Zeltlagern und mit Ausflügen. In 21.422 Stunden wurde unser Feuerwehrnachwuchs bei Übungsdiensten und Gruppenstunden auf ihre Zeit in der Einsatzabteilung vorbereitet. Die Jugendfeuer-wehrwarte und Betreuer in den Feuerwehren des Main-Taunus-Kreises bildeten sich in 14.734 Stunden auf Landes- und Kreisebene weiter. Das ergibt 36.156 Stunden, die ehrenamtlich und zusätzlich zu dem „normalen“ Feuerwehrdienst geleistet wurden. Durch diesen Einsatz konnte auch 2014 die Mitgliederzahlen leicht erhöht werden. Zur Zeit werden 662 Mädchen und Jungen in den Feuerwehren ausgebildet. Ich denke, das gebührt einen erheblichen Respekt und Anerkennung.

Hier ein kleiner Auszug was hinter diesen gewaltigen Zahlen steckt: Zum Jahres-beginn werden im MTK von einigen Jugendfeuerwehren die ausgedienten Weihnachtsbäume eingesammelt. 2014 wurden ca. 31.000 Weihnachtsbäume umweltgerecht durch die Jugendfeuerwehren quer durch den ganzen Kreis entsorgt.

Ijsselmeer ahoi! Zu einer gemeinsamen Segelfreizeit fuhren die Jugendfeuerwehren Okriftel, Eddersheim und Hattersheim vom 25. bis 29. August 2014 nach Kampen in Holland. Von dort aus segelten die 30 Jugendlichen und ihre Betreuer mit der „Admiral van Kingsbeergen“ über das Ijsselmeer bis hin zu einer Wattenmeerinsel in die Nordsee. Fünf Tage lang konnten sie bei schönem Wetter das Seemannsleben genießen. Neben den Stunden auf See wurden auch viele lustige Stunden an Land verbracht, gemeinsame Essen zubereitet, Spiele gespielt und natürlich viel Zeit in der Natur verbracht.

Neben dem regulären Ausbildungsdienst in den Jugendfeuerwehren finden auch regelmäßig Berufsfeuerwehrtage oder gemeinsame Übungen statt. Hier ist unter anderem die MTK West- Übung zu nennen. 2014 war das Übungsobjekt das Beton-werk der Firma Dyckerhoff in der Flörsheimer Hafenstraße. Für die Jugendfeuer-wehren aus dem Stadtgebiet Hochheim und Flörsheim sowie der Jugendfeuerwehren aus Eddersheim und Okriftel und dem Jugendrotkreuz Flörsheim wurde eine Verpuffung durch Staubaufwirbelung im Bereich des Mischerhauses, welche mehrere Folgebrände auf dem Werksgelände auslöste, angenommen. Neben der Brandbekämpfung mussten mehrere Verletzte gerettet und versorgt werden, ein Gefahrgutaustritt gestoppt und eine Löschwasserversorgung vom Main aufgebaut werden.

Die Jugendfeuerwehren setzten aber auch Zeichen. Nachdem in sozialen Netzwerken seitens der Jugendlichen nicht zu akzeptierende Alkoholwetten im Umlauf sind, hat die Jugendfeuerwehr Deisel aus Hessen eine Gegenkampagne gestartet. Da diese Aktion mittlerweile im gesamten Bundesgebiet unterstützt wird, wollten die Kreisjugendfeuerwehren Main-Taunus, Hochtaunus und die Stadtjugend-feuerwehr Frankfurt sich daran beteiligen und im „Dreiländereck“ der Landkreise und der Stadt Frankfurt diese Aktion ebenfalls durchführen. Die Idee dazu kam den Stadt- und Kreisjugendwarten spontan auf dem Aktions- und Delegierten Tag in Marburg anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Hessischen Jugendfeuerwehr, bei welchem die Aktion durch die Jugendfeuerwehr Deisel sehr ansprechend vorgestellt wurde. In den zwei Wochen vor der Aktion wurde kräftig geplant, um den richtigen Ort für die Durchführung zu finden. Ziel war es, alle drei Kreise auf der Laufstrecke zu touchieren. In der Nähe der Stadt Steinbach am Taunus wurde dann die Aktion am 2. Juni 2014 gestartet, wobei auf der Gemarkung der Stadt Frankfurt am Main begonnen wurde. Danach ging es durch den Hochtaunuskreis, um dann das Ziel im Main-Taunus-Kreis zu erreichen. Die Jugendlichen aus den einzelnen Kreisen und Frankfurt hatten gemeinsam eine Strecke von 855 Meter zu überwinden, welche durch die Beteiligung von 57 Personen aus den einzelnen Jugendfeuerwehren jedoch schlussendlich gar nicht mehr so lang war. Über die gesamte Strecke war eine Schlauchleitung mit C-Schläuchen aufzubauen und sich anschließend im Ziel zu sammeln. 

Die Aktion unter dem Motto „Laufen statt saufen kennt keine Grenzen“ soll zu sportlicher Aktivität und Engagement in der Jugendfeuerwehr allgemein motivieren und gegen den aktuellen Trend der „Saufwetten“ aufrufen. Die überaus gute Zusammenarbeit aller drei Kreise war auch hier wieder ein Erfolgsgarant und zeigte, wie flexibel die Feuerwehr sein kann, wenn eine Idee innerhalb kürzester Zeit umgesetzt werden soll. Der Abend klang mit einem Imbiss am idyllischen Steinbach auf einer eigens für das Event frisch gemähten Wiese bei bestem Wetter und Laune der Teilnehmer als auch Gäste aus.

In vielen Orten sind die Jugendfeuerwehren schon Vorreiter für eine gute ortsübergreifende Zusammenarbeit. Sie organisieren gemeinsame Übungen und Ausflüge oder sportliche Events. So legen die Jugendfeuerwehren den Grundstein für eine gute zusammen Arbeit in der Einsatzabteilung.

2014 fand wie alle zwei Jahre ein Aktionstag der Hessischen Jugendfeuerwehren statt. Dieses Jahr stand er unter dem Motto „50 Jahre Hessische Jugendfeuerwehr“. Durch berufliche und private Terminkonflikte konnte dieses Jahr kein Stand seitens der KJF angeboten werden. Sechs Jugendfeuerwehren aus dem MTK besuchten diesen jedoch mit mehr als 5000 weiteren Jugendlichen an den Lahnwiesen in Marburg. Die Begrüßung fand von einer „Insel“ auf der Lahn statt, die extra hierfür vom THW errichtet wurde.

Am Sonntag fand der 39. Delegiertentag statt. Hierbei wurde von Innenminister Peter Beuth die Finanzierung einer Werbekampagne für die Jugendfeuerwehren in Hessen zugesagt.

2014 wurden 18 Kameraden für ihr Engagement in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in den Feuerwehren geehrt:

Mit der Florianmedaille in Bronze wurden Natascha Ketterer, Andreas Endler, Markus Schlott, Tobias Seitz, Sascha Hahn, Alexander Haase, Marco Rachner, Benjamin Dickmann, Alexander Eitzeroth und Marcel Kawatzki ausgezeichnet.

Die Florianmedaille in Silber wurde Ulrich Weber, Christian Becker, Marcel Walter, Johannes Dersch, Sandra Naumann, Alexander Wieczorek, Patrick Schütz, Christian Simon überreicht.

Björn Buchert erhielt die Florianmedaille in Gold.

Natürlich ist noch viel mehr im Jahr 2014 passiert. Vieles ist aber das ganz „normale“ Alltagsgeschäft. Durch Björn Velte oder mich wurden die Sitzungen des Verbandsausschusses, der Leiter der Feuerwehren, die Tagungen der Hessischen Landesjugendfeuerwehr, die Vorstandssitzungen des Kreisfeuerwehrverbandes, der Nassauischen Feuerwehren, Sitzungen des Kreisjugendrings sowie die Dienstversammlungen der JFW im MTK und noch einige Veranstaltungen mehr besucht oder geleitet.

Benedikt Peters
Kreisjugendfeuerwehrwart

 

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Arbeitsgemeinschaft
Minifeuerwehr Main-Taunus-Kreis

Jahresbericht 2013

Die Kindergruppen der Feuerwehren, mittlerweile seitens des Landes Hessen als „Kinderfeuerwehren“ bezeichnet, haben sich im Main-Taunus-Kreis zur „Arbeitsgemeinschaft Minifeuerwehr Main-Taunus-Kreis“ (AG Minifeuerwehr MTK) zusammengetan. Die Begriffsbestimmung erfolgte in Angleichung schon bestehender AGs in den benachbarten Gebietskörperschaften, nämlich der Stadt Frankfurt a.M. und dem Hochtaunuskreis.

Als Ansprechpartner auf Kreisebene ist der Sachgebietsleiter Abwehrender Brandschutz, Oliver Kinkel tätig; unterstützt von der/dem jeweiligen FSJler (Melina Simon, seit 1. September Jan Heil).

Gemäß der für die Kinderfeuerwehren vom LFV Hessen aufgestellten Hand-reichungen und dem Willen des Gesetzgebers werden die Kinderfeuerwehren als gleichberechtigte Abteilung der öffentlichen Feuerwehren geführt. Eine Verankerung in den Ortssatzungen und eine Vertretung der Leitung in den entsprechenden Gremien sind vorgesehen und notwendig.

Aus technischen Gründen findet sich der Jahresbericht der Kindergruppen im Jahresbericht der Jugendfeuerwehr wieder; dies hat den Hintergrund, dass in anderen Ländern die Einführung von Kindergruppen durch Absenkung des Eintrittsalters in den Jugendfeuerwehren gelöst wurde und die Daten sonst nicht bundesweit auszuwerten wären.

Tätigkeit und Jahresbericht der Kindergruppen sind jedoch nicht Teil der Jugendfeuerwehrarbeit und erfolgen daher auf Kreisebene vom Ansprechpartner des MTK in der AG Minifeuerwehr und erscheinen im Jahresbericht des KBI.

 

Statistik zum 31.12. 2013

Strukturdaten

 

 

Kindergruppen

 

25

Mitglieder

 

 

Kindergruppe

 

321

davon Kindergruppe männlich

 

210

davon Kindergruppe weiblich

 

111

Neueintritte in die Kindergruppe

 

107

Austritte aus der Kindergruppe

 

53

Übertritte von der Kindergruppe in die Jugendfeuerwehr

 

23

 

Aktivitäten

Dienstbesprechungen Leiter der Kindergruppen:

25.04. 2013   Hofheim
26.09. 2013   Hofheim

Bei den Treffen der Leiter der Kindergruppen wurden Informationen für Kindergruppen weitergeleitet sowie Aktivitäten besprochen.

Eine Infoveranstaltung konnte zusammen mit der Unfallkasse Hessen durchgeführt werden.

Die Ansprechpartner auf Kreisebene nahmen an einer Arbeitstagung des LFV Hessen für Ansprechpartner statt.

 

Kinderflamme:

Im Jahr 2013 ist die „Kinderflamme“ entwickelt worden; eine Veranstaltung ähnlich der Jugendflamme der Deutschen Jugendfeuerwehr, bei der die Kinder alters-gerechte Spiele machen und damit ein kleines Abzeichen erwerben können.

Die Veranstaltung fand am 06. Juli mit 120 Kindern aus 15 Gruppen in Hattersheim statt und fand großen Anklang.

Ziel ist es, jedes Jahr zwei Wochen vor den Sommerferien eine solche Veranstaltung an wechselnden Standorten stattfinden zu lassen.

 

Zukunft:

Für die nächsten Monate sind speziell auf die Kinderbetreuer und die Zielgruppe der 6 bis 10jährigen ausgerichtete JuLeiCa-Seminare und –wiederholungsseminare geplant.

Wir danken den Leitern der Kindergruppen sowie allen unterstützenden Kameradinnen und Kameraden für die sehr gute Zusammenarbeit und freuen uns auf die kommenden Aufgaben.

 

Oliver Kinkel
Ansprechpartner Kinderfeuerwehren
auf Kreisebene MTK


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