Referat 01 – Brandschutzaufsicht und Kreisfeuerwehrverband
Alle Aufgaben und Termine auf Kreis-, Regierungspräsidiums- und Landesebene, die den Bereich Brandschutzaufsicht betrafen, wurden vom Kreisbrandinspektor, seinem Stellvertreter, einem Kreisbrandmeister oder einem hauptamtlichen Mitarbeiter des Amtes für Brandschutz- und Rettungswesen wahrgenommen.
Schwerpunkte der Beratung und Unterstützung der Städte und Gemeinden sowie deren Feuerwehren und der allg. Aktivitäten waren im Jahr 2009:
- Fortführung der Überarbeitung bzw. Aufstellung von Alarm- und Ausrückordnungen. In 2009 wurden vom Land Hessen, wie erwartet, neue Alarmierungsstichworte vorgegeben, die aber glücklicher Weise weitgehend mit den von uns bislang verwendeten übereinstimmen. Unterstützung der Planung und Alarmierung der örtlichen Feuerwehren im Main-Taunus-Kreis.
- Im Verlauf des Jahres 2009 wurden wieder verschiedene Seminar für die Führungskräfte der Feuerwehren und die Kreisbrandmeister geplant und – zusammen mit dem Kreisfeuerwehrverband – durchgeführt.
06.06.2009 Führungskräfte-Seminar und 26.09.2009 Wehrführerseminar sowie mehrere Kurzinformationen.
- Auch im Jahr 2009 wurde wieder die vom Land geforderte „Prioritätenliste für Zuwendungen“ aufgestellt und zwischen den Feuerwehren des Kreises sowie den Städten und Gemeinden abgestimmt.
- ZMS (Zentrales Management System)
Das web-basierte Nachfolgeprogramm von Florix hat uns das gesamte Jahr 2009 weiter beschäftigt. Es treten immer mal wieder kleinere, manchmal auch größere Fehler auf. Das Programm kann aber zwischenzeitlich genutzt werden. Auswertungen auf Kreisebene haben im letzten Jahr schon wertvolle Hinweise und Erkenntnisse in Bezug auf die Aktivitäten rund um die Zukunftssicherung unserer Feuerwehren erbracht.
Ich appelliere an dieser Stelle noch einmal an alle Anwender weiter durchzuhalten. Es gibt kein Programm auf dem Markt, das nur annähernd das weite Anwendungsspektrum der Feuerwehren abdecken könnte. So muss es weiter unser gemeinsames Ziel sein, dieses Programm - zusammen mit der Herstellerfirma und dem Fachausschuss des HLFV – so zu optimieren, dass es unsere Anforderungen immer mehr erfüllt und zu einer echten Entlastung führt.
- Mitgliederwerbung / Tagesalarmsicherheit
In 2009 konnten wieder mehrere Gespräche mit den Bürgermeister (innen) des MTK und den Leitern der Feuerwehren geführt werden. Das gesamte Spektrum dieses komplexen Themas wurde wiederholt erörtert und die Handlungsnotwendigkeiten aufgezeigt. In 2009 konnte ein grober Maßnahmenkatalog abgestimmt werden und einige Feuerwehren / Kommunen haben eigene Maßnahmen ergriffen. Für 2010 konnten für verschiedene konkrete Planungen Haushaltsmittel in den Kreishaushalt eingestellt werden, so dass neben der Fortführung der Gespräche auch erste Maßnahmen umgesetzt werden können.
- In 2009 wurde die in 2008 geplante Umwidmung der Teileinheit „Taucher“ des Wasserrettungszuges in eine „Regie-Einheit“ des Katastrophenschutzes - nach der Entscheidung durch den Kreisausschuss des Main-Taunus-Kreises - durchgeführt. Dies hat den Vorteil, dass die einsatztaktischen Randbedingungen etwas vereinfacht wurden aber vor allem die Personalgewinnung auf die anderen im Katastrophenschutz mitwirkende Einheiten ausgedehnt werden kann. Interessenten aus dem Bereich der im Main-Taunus-Kreis tätigen Hilfsorganisationen und dem THW werden derzeit ausgebildet und / oder arbeiten schon sehr motiviert in der neuen „Regie-Einheit.
Bei Bedarf wurden weiterführende Gespräche mit den Gemeinden und übergeordneten Behörden initiiert und durchgeführt.
Überregional wurden Abstimmungsgespräche mit den benachbarten Gefahrenabwehrbehörden der Kreise und den vorgesetzten Dienststellen des Regierungspräsidiums und des Innenministeriums geführt, um bei Bedarf eine gegenseitige, reibungslose Unterstützung sicher zu stellen oder Entscheidungen über Zuschussanträge herbei zu führen.
Im Rahmen der Betreuung der Feuerwehren des Main-Taunus-Kreises wurden, soweit dies die Zeit erlaubte, die zahlreichen Termine der jeweiligen Feuerwehren und Jugendfeuerwehren durch den Kreisbrandinspektor, seinen Stellvertreter oder einen Kreisbrandmeister wahrgenommen, um einen Überblick über Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Feuerwehren des Main-Taunus-Kreises zu erhalten, aber auch um die verschiedensten Ehrungen durchzuführen.
Immer noch gilt:
Leider bleibt hierfür immer weniger bzw. oft gar keine Zeit. Der Zeitaufwand für Problemlösungen innerhalb der Verwaltung steigt überproportional. Zeit für wichtige, zukunftsorientierte Planungen kann nur aufgewandt werden, wenn andere ebenso wichtige Aufgaben vernachlässigt werden oder es dann im „Alltagsgeschäft“ klemmt.
Die oben aufgezeigten Aktivitäten in diesem Jahresbericht betreffen hauptsächlich den Bereich des Abwehrenden Brandschutzes. Um all dies koordinieren und umsetzen zu können werden aber auch die anderen Sachgebiete des Amtes für Brandschutz und Rettungswesen mal mehr, mal weniger benötigt. Deshalb sei noch einmal auf die Organisations- und Aufgabenstruktur des Amtes hingewiesen. In unserem Kreisorganigramm (siehe letzte Umschlagseite) sind u.a. auch die verschiedenen Ansprechpartner zu erkennen.
An dieser Stelle darf ich allen die an unserer Brandschutzsache mitarbeiten, insbesondere den Feuerwehren des Kreises, deren Führungskräften sowie meinen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern im Amt für Brandschutz und Rettungswesen für die gute und kooperative Zusammenarbeit danken.
Hofheim am Taunus, im März 2010
gez.
Joachim Dreier
Verbandsvorsitzender,
Kreisbrandinspektor und Amtsleiter